An unserem Dorfgemeinschaftshaus ist ein externer Defibrillator angebracht worden. Zu einer Einweisung in das Gerät durch unseren „Rettungsbeauftragten“ Julian Göbel wurde heute Morgen ins örtliche Dorfgemeinschaftshaus geladen.
Julian erklärte den interessierten Zuhörern, in welchen Situationen ein Einsatz des Defibrillators sinnvoll und wie dieser zu benutzen ist.
Dabei machte Julian immer wieder deutlich darauf aufmerksam, wie wichtig nebst dem Gebrauch des AEDs eine kontinuierliche Herzdruckmassage ist. Beides war wohl für die meisten Zuhörer ungewohntes Terrain, mit dem man sich doch offengesagt schwer tut. Somit galt es, die Ängste vor einer Herzdruckmassage und dem Einsatz des Defibrillators zu verlieren. Wie immer im Leben gelingt dies natürlich durch das praktische Üben am Besten. Somit gingen viele Einwohner „auf die Knie“, um genau das zu tun.
Unter gewohnt fachmännischer Unterstützung durch Julian wurde fleißig geübt. Bei den Übungen der Herzdruckmassage kam man dann doch durchaus schnell außer Puste und stellte fest, wie anstrengend das Ganze doch sein kann 😉
Im Anschluss wurde dann noch einmal der Standort des Gerätes besichtigt sowie die Entnahme erläutert. Bei einem Frühschoppen klang die Veranstaltung dann mit vielen Gesprächen gemütlich aus.
An dieser Stelle im Namen der Gemeinde und aller Einwohner noch einmal ein herzliches Dankeschön an unseren Julian für die professionelle Einweisung 👏
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Zur Information:
Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) wird eingesetzt, wenn bei einer Person plötzlich lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten.
In diesem Fall pumpt das Herz nicht effektiv und der Körper wird nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Ein Herzstillstand ist bereits eingetreten.
Der AED ist so konzipiert, dass er in einer Notfallsituation problemlos von Laien eingesetzt werden kann. Über eine Sprachfunktion gibt das Gerät Schritt-für-Schritt-Anweisungen, welche durch erklärende Zeichnungen ergänzt werden. Man muss lediglich den Sprachanweisungen folgen und kann im Grunde nichts falsch machen.
Hinzu kommt, dass Defibrillatoren in einer Situation angewendet werden, die für Betroffene lebensbedrohlich sind. Am schlimmsten wäre es, aus Angst, etwas falsch zu machen, gar nicht zu helfen.