Manchmal braucht es gar nicht viel: Ein paar gute Leute, ein gemeinsames Ziel – und im besten Fall ein bisschen Glück mit dem Wetter. Am Samstag, den 25. April, war es genau diese Mischung, die unseren Kameradschaftsausflug zu einem rundum gelungenen Tag machte.
Pünktlich um 10 Uhr setzte sich unsere kleine Kolonne in Bewegung: 17 aktive Feuerwehrleute, 5 Alterskameraden und 3 Fahrzeuge – also quasi ein Einsatz, nur ohne Funkmelder und mit deutlich besserer Laune. Ziel war das Nationale Automuseum „The Loh Collection“ in Dietzhölztal-Ewersbach, und schon beim Betreten wurde klar: Hier schlägt jedes Schrauber- und Technikherz ein kleines bisschen schneller.
Zwischen glänzendem Chrom und automobilen Legenden ließ sich so mancher ins Staunen versetzen. Fahrzeuge aus allen Epochen, Marken und Bauarten reihten sich aneinander, als hätten sie sich für ein Klassentreffen der Extraklasse verabredet. Besonders die Sonderausstellung mit Rallyeautos sorgte für leuchtende Augen – und vermutlich auch für die ein oder andere gedankliche Probefahrt über Schotterpisten.
Am Nachmittag führte uns der Weg weiter zur Berufsfeuerwehr Siegen – und dort wurde aus einer geplanten Führung ganz nebenbei ein kleines Live-Erlebnis. Kaum hatte unser „Tourguide“ begonnen, uns die Fahrzeuge vorzustellen, wurde es ernst: Einsatz! Während wir noch in der Fahrzeughalle standen, öffneten sich über uns die schweren Schiebetüren, und die alarmierten Kräfte glitten mit routinierter Eleganz an den Stangen nach unten, schlüpften in ihre Stiefel und stiegen auf ihr Einsatzfahrzeug – wie im Film. Für die Siegener ein ganz normaler Ablauf, für uns ein ziemlich eindrucksvoller Moment.
Unsere Führung lief derweil ebenso unkompliziert weiter: Ein Kamerad, der gerade seinen Dienstsport absolvierte und über den Hof joggte, übernahm kurzerhand und führte uns souverän durch die Hallen. Improvisation? Läuft. Im wahrsten Sinne. Nach etwa einer halben Stunde kehrte unser ursprünglicher Guide vom Einsatz zurück und konnte die Führung nahtlos wieder aufnehmen. Er zeigte uns anschließend unter anderem die Aufenthalts- und Ruheräume, die bei 24-Stunden-Schichten natürlich unerlässlich sind.
Besonders spannend waren die Einblicke in die Notrufzentrale und die Geschichten aus dem Alltag der Einsatz- und Rettungskräfte. Zwischen Kopfschütteln, stillem Respekt und ehrlichem Staunen blieb am Ende vor allem eines: große Dankbarkeit für diesen offenen und herzlichen Empfang. An dieser Stelle also noch einmal ein dickes Dankeschön für die Gastfreundschaft und die eindrucksvolle Führung!
Der offizielle Teil des Tages fand schließlich seinen Ausklang bei der Irle Brauerei. Und was soll man sagen – wer dachte, nach so viel Input würde es ein ruhiger Abend werden, der kennt unsere Truppe schlecht. Bei gutem Essen und verschiedenen Biersorten wurde aus „einem gemütlichen Abschluss“ schnell ein Abend voller Lacher.
Hier wurde plötzlich Butter zum Käse erklärt, dort Senf kurzerhand als Apfelmus ausgegeben – kleine kulinarische Täuschungsmanöver, die für überraschte Gesichter und viele Lacher sorgten. Zwischendurch bot sich noch die Gelegenheit zu einer spontanen Führung durch die Brauerei, die den Abend in ruhiger Atmosphäre abrundete, bevor man sich schließlich langsam auf den Heimweg vorbereitete.
Zurück am Gerätehaus war für einige der Tag dann aber doch noch nicht ganz vorbei. Ein Teil der Gruppe machte sich noch auf den Weg zum Haxenfest der Nachbar-Feuerwehr in Höhn, wo man den Abend bei Blasmusik und einem frisch gezapften Getränk in geselliger Runde wieder aufleben ließ und sowohl die eigene Kameradschaft als auch die Freundschaft mit der Nachbarwehr weiter pflegte.
Und wer danach immer noch nicht genug hatte, ließ sich mit dem Strom in die nächste Kneipe treiben – oder paddelte weiter bis zum nächsten Korallenriff. (…und wenn sie nicht ertrunken sind, dann schnorcheln sie noch heute.)
Was am Ende bleibt, ist die Erinnerung an einen Tag voller Eindrücke, Lachen und echter Kameradschaft. Und der Dank an eine weitere befreundete Feuerwehr: Ihr lieben Nörker! Ohne eure Unterstützung wäre dieser Ausflug so nicht möglich gewesen. Dafür sagen wir von Herzen: Danke!