Stellvertretend für unsere Fehl-Ritzhäuser Mitbürger*innen, übergab die Freiwillige Feuerwehr Fehl-Ritzhausen am 07.02.2026 die Spende i.H.v. 1.300,00 € an die Vertreterinnen des Frauenhauses Westerwald. Damit soll die wichtige Arbeit im Kinderbereich der Institution gefördert werden.
Seit über 30 Jahren bietet das Frauenhaus Westerwald Frauen und deren Kindern Schutz, Sicherheit, Unterstützung und einen Ort für neue Perspektiven.
1992 nahmen sich engagierte Frauen aus dem Westerwald der Problematik Gewalt gegenüber Frauen in engen sozialen Beziehungen an, da der Bedarf und die Notwendigkeit hier im Westerwald ein Frauenhaus einzurichten offensichtlich waren. Aktuell umfasst der Zuständigkeitsbereich die 3 Landkreise Westerwald, Altenkirchen und Neuwied.
Das Frauenhaus WW bietet Schutz, Unterkunft und Unterstützung für alle von physischer und psychischer Gewalt betroffenen Frauen und deren Kinder. Es kommen Frauen jeden Alters, jeder Nationalität, Frauen mit und ohne Kinder… Seit Bestehen lebten mehr als 2500 Frauen und Kinder im Frauenhaus.
Im neuen Haus, das im Mai 2025 bezogen werden konnte, stehen Plätze für 7 Frauen und 14 Kinder zur Verfügung. Es bietet als eines der wenigen Frauenhäuser in Deutschland eine barrierefreie Wohnung für Frauen mit Behinderung an.
Dank einer Förderung des Landes konnte das bereits bestehende Angebot der Frauen*beratung erweitert werden und eine neue Mitarbeiterin wurde eingestellt. Die Frauen*beratung Westerwald, Fachstelle für gewaltbetroffene Frauen, berät Frauen, die in engen sozialen Beziehungen Gewalt erleben, von Stalking betroffen sind oder denen eine Zwangsverheiratung droht. Die Beratung findet unabhängig von einer Aufnahme im Frauenhaus statt.
Die Mitarbeiterinnen des Hauses und der Beratungsstelle unterstützen die Frauen und deren Kinder bei der Bewältigung ihrer neuen und schwierigen Lebenssituation nach dem Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe. Sie begleiten und beraten die Frauen bedarfs- und ressourcenorientiert. Jede Frau entscheidet wie viel und welche Hilfe sie in Anspruch nimmt.
Im Namen der Betroffenen möchten wir uns ganz herzlich für die Spende bedanken! Ohne die finanzielle Unterstützung durch Organisationen, Vereine und Privatpersonen wäre die Arbeit der Frauenhäuser in Deutschland in dieser Form nicht möglich.
Text: Nadine Steup